Neuigkeiten: Einsätze

Wohnhausbrand in Schärding

Am 9. Februar wurde die FF Schärding um 12:30 Uhr zu einem „Wohnhausbrand – Rauchentwicklung aus Dach“ alarmiert. Sofort nach der Alarmierung rückten von der FF Schärding ein Tanklöschfahrzeug sowie die Drehleiter aus. In kurzen Abständen folgten ein Kleinlöschfahrzeug, ein zweites Tanklöschfahrzeug, ein Atemschutzfahrzeug sowie das Kommandofahrzeug.

Bereits während der Anfahrt wurde eine starke Rauchentwicklung festgestellt, zwei Angriffstrupps rüsteten sich bereits mit schwerem Atemschutz aus. An der Einsatzstelle angekommen wurde eine starke Rauchentwicklung bei einem großteils aus Holz gebautem Einfamilienhaus festgestellt. Von einer Nachbarin konnte ausgeschlossen werden, dass sich Personen im Objekt befinden. Die Polizei war bereits mit der Vollsperre der stark befahrenen Straße beschäftigt. Nach der Lageerkundung und dem parallelen Aufbrechen der versperrten Eingangstüre begann der erste Atemschutztrupp mit Hilfe der Wärmebildkamera mit der Suche des Brandherdes im völlig verrauchten Objekt. Nachdem die Drehleiter in Stellung gebracht war, begann der zweite Atemschutztrupp sofort mit der Kühlung bzw. Brandbekämpfung von oben.

Um ausreichend Einsatzkräfte vor Ort zu haben wurden die FF Brunnenthal sowie das Rote Kreuz und die Energie-AG alarmiert. Der Angriffstrupp im Inneren konnte im 1. OG bereits Temperaturen von über 350 Grad feststellen und erste Flammen mittels Strahlrohr bekämpfen. Nachdem im ersten Stock eine Abluftöffnung geschaffen war, konnte durch eine kontrollierte Überdruckbelüftung eine bessere Sicht für den Atemschutztrupp geschaffen werden. Die mittlerweile angerückte Feuerwehr Brunnenthal nahm ein C-Rohr im Außenangriff und ein Strahlruckrohr durch einen Atemschutztrupp im Innenangriff vor. Der mittlerweile eingetroffene Besitzer informierte die Einsatzkräfte, dass außer Strom keine nennenswerten Gefahren im Haus lagern und gab dem Einsatzleiter einen Überblick über die Raumaufteilung um Inneren, sowie über den Aufbau der komplizierten Dachkonstruktion. Aus dem Erdgeschoß war es den Einsatzkräften noch möglich, zahlreiche Dokumente und einen in der Garage eingestellten PKW aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Um die Wasserversorgung zu den Tanklöschfahrzeugen sicherzustellen wurden von zwei umliegenden Hydranten Zubringleitungen gelegt und der Wassermeister der Stadtgemeinde verständigt. Kurz darauf trafen der Bürgermeister und die Energie-AG ein, welche das Haus stromlos schaltete. Die Brandbekämpfung mit den vier Rohren unter Einsatz von zwei Wärmebildkameras zeigte bald seine Wirkung, sodass der Brand nach einer knappen Stunde unter Kontrolle war. Durch den raschen und gezielten Löschangriff konnte eine weitere Brandausbreitung und das Durchbrennen des Daches verhindert werden. Dann musste unter Einsatz von Atemschutz begonnen werden sämtliche verwinkelte Zwischenräume, Holzwände, … zu kontrollieren und die zahlreichen Glutnester mussten abgelöscht werden.

Das Atemschutzfahrzeug stand zum Befüllen der verbrauchten Atemluftflaschen zur Verfügung. Es war dazu auch notwendig Holzwände mit einer speziellen Motorkettensäge zu öffnen um dadurch zu weiteren Glutnestern in Hohlräumen vordringen zu können. Zum Ablöschen wurde auch Schaummittel als Netzmittel beigemengt um ein weiteres Eindringen des Löschmittels zu gewährleisten. Kurz vor 16 Uhr konnte dann schlussendlich „Brand aus“ gegeben werden. Während der Nachlöscharbeiten konnte die Vollsperre des Verkehrs aufgehoben und eine wechselseitige Verkehrssperre vorgenommen werden, weil nur für PKW eine Umleitung eingerichtet werden konnte und zahlreiche LKW die Aufhebung der Sperre abwarten mussten. Vom Roten Kreuz musste ein leicht verletzter Feuerwehrmann ins Krankenhaus auf Grund von leichten Brandverletzungen im Halsbereich trotz vollständig getragener Schutzkleidung incl. Flammschutzhaube eingeliefert werden, dieser konnte jedoch nach kurzer Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Während der Nacht werden immer wieder Kontrolltätigkeiten im Objekt vorgenommen, um ein neuerliches Aufflammen des Brandes in den Zwischenwänden, welche teilweise mit Stroh, … gefüllt sind, rasch zu lokalisieren und abzulöschen.

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